
Unsere Kompetenzen umfassen die Entwicklung innovativer Syntheseverfahren und Technologien zur Herstellung von Polymeren mit neuen, verbesserten Gebrauchseigenschaften und die Schaffung von Voraussetzungen zur Umsetzung der Prozesse unter Produktionsbedingungen.
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Ihr Ansprechpartner Dr. Mathias Hahn Telefon +49 331 568-1320 Fax +49 331 568-3000 E-Mail mathias.hahn@iap.fraunhofer.de |
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Kunststoffoptimierung im Technikum |
Mikrokapseln bestehen aus einem festen, flüssigen oder gasförmigen Wirkstoffkern
und einer differenziert permeablen oder dichten Hülle aus einem Polymer.
Matrixpartikel sind als Vollkugeln aus einem oder mehreren Polymeren aufgebaut.
Die physikalische Struktur von Matrixpartikeln kann von kompakt bis hochporös
variieren. Partikelspezifisches Tailoring der molekularen und makroskopischen
Eigenschaften nutzen wir für die gezielte Variation der geometrischen und
morphologischen Struktur sowie der Funktionalität. Mikrokapseln und Matrixpartikel
können sowohl durch nichtreaktive Vertropfungsprozesse von Polymeren als auch über
reaktive Verfahren aus geeigneten Monomeren oder niedermolekularen Prepolymeren
hergestellt werden.
Erprobte Anwendungsfelder sind:
- Controlled Release Systeme für pharmazeutische, kosmetische oder agrarchemische Wirkstoffe
- Kompatibilisierung von Kunststoffadditiven
- Mikropartikel mit sensorischen Funktionalitäten
- Mikropartikel für Anwendungen in der Galvanotechnik
Maßgeschneiderte Werkstoffe mit definierten Anforderungsprofilen sind häufig
Verbundwerkstoffe aus unterschiedlichen Materialklassen. Um metallische Werkstoffe
durch leichte, beständige und leicht verformbare Polymermaterialien zu ersetzen,
muss die Matrixverstärkung von Kunststoffen weiter entwickelt werden. Weltweit
wird intensiv daran geforscht, Glasfasern durch organische Polymerfasern zu
ersetzen. Die bei uns optimierten Polymerfaserverstärkungen erreichen die
Festigkeit von glasfaserverstärkten Materialien. Dadurch mindert man das
Bauteilgewicht und den Verschleiß an den Compoundier- und Verformungsmaschinen.
Darüber hinaus erleichtert man die Entsorgung.
Compoundierverfahren gestatten es, chemische Modifizierungen in das
Formgebungsverfahren zu integrieren. In Apparaten hoher Durchmischungseffektivität
können Wärmeformbeständigkeit und E-Modul von Thermoplasten durch reaktive
Compoundierung mit netzwerkbildenden Polymeren, wie Amino- oder Phenolharzen,
erhöht werden. Bei Heterokettenpolymeren, wie Polyestern, Polyamiden oder
Polycarbonaten verwenden wir darüber hinaus reaktive Compoundierverfahren um
nichtstatistische Copolymere herzustellen.
Eine Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts ist die Nanotechnologie. Neue
Werkstoffe werden durch die Einarbeitung sehr kleiner aktiver Partikel - ein
Nanometer ist der milliardste Teil eines Meters - in klassische Materialien erzeugt.
Vor allem auch auf dem Gebiet der Kunststoffe lassen sich diese Technologien nutzen.
Bei uns werden dazu neben der Herstellung von Nano-Compositen auf mechanischem Weg
neue Arten der chemischen Erzeugung solcher Materialien erforscht, wie die
Herstellung solcher Composite durch Reaktiv-Prozesse, die direkt die Synthese und
die Verarbeitung der Materialien kombinieren.
Zur Prozessoptimierung werden technische Polymerbildungs- und
-modifizierungsprozesse unter Einsatz von reaktions- und prozessanalytischen,
modelltheoretischen und simulationstechnischen Methoden angewandt. Besonderes
Know-how erarbeiteten wir für Polykondensationsprozesse und
Polysaccharidderivatisierungen. Beispiele dafür sind:
- Herstellung von Polyestern und Polyamiden
- Polymilchsäure
- Neue Aminoharzprodukte
- Hydrophob modifizierte Stärken
- Polymerfaserverstärkte Kompositwerkstoffe

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