
Das Anpassen der Oberflächeneigenschaften von Polymeren eröffnet den Materialien viele neue Einsatzbereiche. Die Aktivierung (= Oxidation) der Oberflächen macht es möglich, Polyethylenfolien zu bedrucken (Einkaufstüten), Polypropylen zu kleben (Chipkarten) und die Stoßstangen von Autos (aus EPDM) zu lackieren. Die chemische Zusammensetzung einer nur wenige Nanometer dicken Oberflächenschicht ist für diese Eigenschaften verantwortlich.
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Ihr Ansprechpartner Dr. Andreas Holländer Telefon +49 331 568-1404 Fax +49 331 568-2504 E-Mail andreas.hollaender@iap.fraunhofer.de |
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Wassertropfen auf unterschiedlich behandelter Oberfläche |
Nanoskalige Funktionsschichten wirken als Diffusionsbarriere, sind effiziente antimikrobielle
Ausrüstung oder robuster Träger weiterer Funktionen auf nahezu beliebigen Substraten. Mikrometer
dicke Funktionsschichten schalten Ihre Eigenschaften unter Einfluss von Licht. Mikrostrukturierte
Oberflächen können vielfältige optische und mechanische Funktionen ausüben.
Wir beschäftigen uns mit Oberflächenmodifizierung von polymeren Werkstoffen - von Kunststoffen
wie auch natürlichen Polymeren - sowie mit der Abscheidung organischer Schichten. Die
ganzheitliche polymerwissenschaftliche Betrachtung oberflächenrelevanter Aufgabenstellungen
garantiert eine hohe Qualität der Ergebnisse. Für Problemlösungen und Prozessentwicklungen
stellen wir unseren Kunden eine Reihe von Technologien zur Verfügung:
- Aktivierung und Funktionalisierung von Polymeroberflächen im Niederdruckbereich und bei Atmosphärendruck
- Plasmagestützte Abscheidung dünner organischer Schichten
- Photochemische (insbesondere im Vakuum-Ultraviolett, VUV, Excimer) Funktionalisierung von Polymeroberflächen
- Funktionalisierung von Polymeroberflächen aus der Gasphase oder mit Flüssigkeiten
Die technische
Ausrüstung gestattet Entwicklungen im Labormaßstab wie im kleintechnischen Bereich. So können
für Plasmabehandlungen
Reaktorvolumina bis 0,4 m3 genutzt werden. Die Behandlung von Bahnware (Folien, Textilien)
bis zu 30 cm Breite ist sowohl mit Niederdruckanlagen als auch bei Atmosphärendruck möglich.
Zur Unterstützung der Prozessentwicklung steht ein breites Spektrum moderner und leistungsfähiger
Methoden zur
Charakterisierung von Oberflächen und dünnen Schichten zur Verfügung.
Zusammen mit Kollegen aus anderen Fraunhofer-Instituten, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln
ebenfalls mit polymeren Oberflächen beschäftigt sind, arbeiten wir im Verbund
POLO
zusammen. Durch die sich ergänzenden Kompetenzen und technischen Einrichtungen können wir für
unsere Kunden auch komplexen Problemstellungen bearbeiten.
Weitere Informationen zum Thema Oberflächen finden Sie auf unseren Internetseiten:
www.polymer-surface.com (englisch).

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Wasserbasierende Polymersysteme
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