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Ihr Ansprechpartner Priv.-Doz. Dr. Dietmar Janietz Telefon +49 331 568-1150 Fax +49 331 568-3910 E-Mail dietmar.janietz@iap.fraunhofer.de |
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Fächertextur einer Smektisch A Mesophase |
Als Geburtsstunde der Flüssigkristallforschung gilt das Jahr 1888, als Reinitzer für
Cholesterylbenzoat ein ungewöhnliches Schmelzverhalten beschrieb. Er stellte fest,
dass "die Substanz [...] zwei Schmelzpunkte [zeigt]", wobei sich die Kristalle in eine
getrübte Flüssigkeit umwandelte, welche dann bei weiterem Aufheizen plötzlich klärte.
Bereits im darauf folgenden Jahr erkannte Lehmann, dass es sich um einen neuen
Aggregatzustand handeln muss. Zunächst ohne praktische Anwendung gerieten Flüssigkristalle
jedoch schnell in Vergessenheit. Erst in den 60er Jahren gelang der Durchbruch als
elektrooptische Segmentanzeigen für Armbanduhren, Taschenrechner und andere Applikationen.
Heute, fast 100 Jahre nach ihrer Entdeckung hat die stürmische Entwicklung neuer
flüssigkristalliner Materialien zu industriellen Anwendungen in modernen Flachbildschirmen,
in Displays für Mobiltelefone oder Notebook-PC's geführt.
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Spherulitische Textur einer kolumnaren Phase |
Doppelbrechende Filmkomponenten mit lichtmodulierenden Funktionen sind wesentliche
Bestandteile diverser optischer, opto-optischer und optoelektronischer Baugruppen mit
Anwendungen z.B. in der optischen Datenspeicherung, -verarbeitung und -übertragung, der
Display-Technologie, Sensorik oder optischen Messtechnik. Beispiele sind Linear- und
Zirkularpolarisatoren, Retarder, dichroitische Farbfilter. Allein im Bereich von
Flüssigkristall-Anzeigen beträgt der Anteil optischer Komponenten etwa 30%. Wir entwickeln
neue funktionelle flüssigkristalline Materialien, die zur Herstellung diverser ultradünner
anisotrop strukturierter Filmkomponenten mit komplexen optischen Eigenschaften geeignet sind.

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